So war´s: Bamberg
Bamberg. – Der Abend im „Zentrum für Innovation und neue Unternehmen“ (IGZ) in Bamberg war Aufmunterung und Ansporn: „Keine Angst vorm Export“ – Diesen Satz hörten die mehr als 30. Teilnehmer der „Exporttournee“ in Bamberg mehrfach.
Es müssen nicht immer nur die Großen sein, die ins Ausland gehen. Auch kleine Betriebe, ob aus dem kleinen und mittelständischen Industriebereich, dem Handwerks- oder Dienstleistungsbereich und auch aus dem Handel haben große Chancen auf ausländischen Märkten“, sagte Dr. Hans Kolb, Leiter des Bereichs International an der IHK für Oberfranken Bayreuth, zu Beginn der Veranstaltung. Dabei betonte er ausdrücklich, dass Außenhandel nicht nur Export bedeute, sondern auch Import mit einschließe. Und auch hierbei werden die Unternehmen fachlich von der IHK betreut.
„Niemand wird alleine gelassen, es gibt viele Arten von Hilfestellungen“, so Oberregierungsrätin Ursula Heinzel vom Bayerischen Wirtschaftsministerium anschließend. In ihrer Präsentation wies sie auf die vielfältigen Außenwirtschaftsförderungen des Freistaats hin; dazu zählen das Messebeteiligungsprogramm, geförderte Delegations- und Unternehmerreisen von Bayern International, die Markterschließungsprojekte des Außenwirtschaftszentrums Bayern, das Förderprojekt „Go International“, die Hilfestellungen der bayerischen Auslandsrepräsentanzen in 23 Ländern weltweit und auch die Forschungskooperations-Innovationsgutscheine sowie die Finanzierungshilfen der LfA- Förderbank.
Der für „Go International“ tätige Seniorberater Joachim Gause gab wertvolle Tipps: „Das Inlandsgeschäft muss gesund sein, erst dann geht´s auch im Ausland gut!“. Denn schließlich sei das Auslandsgeschäft zunächst mit einem Kostenaufwand verbunden. Man müsse sich die Konsumenten auf den neuen Märkte anschauen, ein Gefühl dafür entwickeln, mit wem man es zu tun bekomme: Welche Qualität ist dort gewünscht, wie ist das Preisgefüge und wie ist der Innovationsbedarf? - Wichtige Fragen, die sich jeder Export-Neuling zunächst stellen müsse, so Joachim Gause.
Über ihre Erfahrungen mit dem Förderprojekt „Go International“ berichteten zwei Exportfachfrauen: Dr. Lisa Hejun von der Firma BMS (Medizintechnik) und Anna Prostakova von der Lutz GmbH (Textilbranche), beide aus Stegaurach im Landkreis Bamberg. Sie rieten den Teilnehmern: „Machen Sie mit bei Go International! Uns hat das Programm mehr als geholfen - sei es bei der Entwicklung und Herstellung fremdsprachiger Prospekte oder bei der Beratung durch den Coach.“ Besonders stellten beide aber die fachliche und persönliche Betreuung durch die IHK für Oberfranken Bayreuth heraus.
Günter Wagner von Bayern Handwerk International (BHI) beleuchtete die Fördermöglichkeiten seiner Einrichtung und berichtete von den Serviceleistungen der BHI Repräsentanz im tschechischen Pilsen: „Wir informieren dort über Lieferbedingungen, rechtliche Dinge wie Arbeits- und Aufenthaltsrecht, Steuer- oder Gewerberecht oder bieten einen Ausfüllservice für Formulare an.“ Sein Tipp aus dem Nähkästchen: „Wenn Sie auf Tschechisch zumindest ,Guten Tag!’ sagen können, ist das bei dortigen potenziellen Geschäftspartnern schon ein großer Pluspunkt.“







