So war´s: Schrobenhausen
Schrobenhausen. - Zur vorletzten Veranstaltung im Rahmen der Export-Tournee lud das IHK-Gremium Neuburg – Schrobenhausen am 29.03.2011 in die Bauer AG in Schrobenhausen ein. 22 Teilnehmer nutzten die die Gelegenheit und informierten sich über die Chancen im Exportgeschäft zu informieren.
Die Export-Tournee machte zum vorletzten Mal am 29.03.2011 Halt in der Bauer AG in Schrobenhausen. Zu der Veranstaltung, bei der es rund um den Einstieg in das Exportgeschäft ging, waren 22 Unternehmer aus der Region gekommen.
Hartmut Beutler, Stv. Vorsitzende des IHK-Gremiums Neuburg – Schrobenhausen und Vorstand der Bauer AG, und Barbara Peinel, Leiterin der Abteilung Außenwirtschaft der Handwerkskammer, begrüßten die Teilnehmer mit aktuellen Informationen zum Thema Export in der Region.
Unter dem Motto „Exportieren – gewusst wie!“ boten Alexander Lau von der IHK für München und Oberbayern und Dietmar Schneider von der Handwerkskammer für München und Oberbayern den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm, dass sich vor allem auf die Exporteinsteiger konzentrierte.
Georg Reichl vom Bayerischen Wirtschaftsministerium und Sieglinde Sautter von Bayern International erläuterten die die Fördermöglichkeiten und die Förderprogramme des Freistaats Bayern.
Der letzte Teil der Veranstaltung wurden vom Publikum jedoch schon sehnsüchtig erwarten: Zwei Unternehmen aus der Region, die bereits schon erfolgreich im Auslandsgeschäft unterwegs sind, plauderten aus ihrem eigenen „Export-Nähkästchen“.
Nico Brombeis, Geschäftsführer der Carl Poellath Münz- und Prägewerk GmbH & Co. KG in Schrobenhausen, gab den Exporteinsteigern gute Tipps: „Die bayerische Mentalität ist für uns sehr hilfreich. Manchmal ist man mit Weißwurst, Brezn und Weißbier erfolgreicher bei den Kunden. „Made in Bavaria“ ist ein anerkanntes Qualitätszeichen, das wir versuchen in den Vordergrund zu stellen.“ Weiterhin sei wichtig, auf den Kunden zuzugehen. Messen seien hierfür ein gutes Mittel, um neue Kunden zu werben, aber auch die Homepage könne sehr hilfreich sein. Das Internet biete hierbei ein großes Chance, egal ob youtube oder andere Portale aus der Branche. Außerdem betonte er, dass man seine Mitarbeiter auf das Auslandsgeschäft vorbereiten muss: „Einige Mitarbeiter haben oft eine Hemmschwelle auf einen nicht deutschsprachigen Kunden zu zugehen. Das ist oft das Problem, dass man nicht die gleiche Sprache spricht, da kann es schon vorkommen, dass man an einander vorbei redet. Aber führen Sie sich vor Augen, dass der ausländische Kunde meist auch nicht in der Muttersprache mit Ihnen spricht, das kann dann das Eis brechen.“
Anschließend berichtet auch Hartmut Beutler, Vorstand der Bauer AG in Schrobenhausen, über seine Erfahrungen im Export: „Wir sind damals wegen der Baurezession in Deutschland gezwungen worden, ins Ausland zu gehen. Unser erster Markt war Österreich, weil man dort die selbe Sprache spricht. Wenn man ein Nischenprodukt anbietet, ist man oft gezwungen ins Ausland zu gehen, da der inländische Markt nicht mehr wächst. Doch Gott sei dank sind wir diesen Schritt gegangen, denn sonst wären wir heute nicht so erfolgreich.“ Ein weiterer Ratschlag von Hartmut Beutler war, dass man sich gegen die Konkurrenz nur durchsetzen könne, wenn man gleichbleibend hohe Qualität anbiete und das Vertrauen des Kunden gewinnen könne. Außerdem sei es wichtig, sich über den jeweiligen Markt zu erkundigen, nicht nur aus kultureller, sondern auch aus gesetzlicher Sicht: „Wir hatten beispielsweise schon ein großes Problem mit dem Zoll. Wir sind wegen illegalen Waffenhandel angezeigt worden, da eine unserer Maschinen ein Teil enthält, dass auch in einem Panzer verbaut wird.“
Nach der Veranstaltung hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, sich auszutauschen. Die Experten und die Unternehmer standen ebenfalls für weitere Fragen noch zur Verfügung.







